Alter & Zustand

Reifenalter prüfen: DOT-Nummer richtig lesen

Die DOT-Kennung verrät, wann ein Reifen produziert wurde. Sie ersetzt nicht den Blick auf Profil, Schäden, Lagerung und tatsächlichen Zustand.

Die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer nennen Produktionswoche und Jahr. 2424 bedeutet beispielsweise: 24. Kalenderwoche 2024. Die Kennung steht auf der Seitenwand; bei montierten Rädern kann sie auf der Innenseite liegen.

Alter ist nur ein Teil der Beurteilung

Es gibt keine pauschale Zahl, nach der jeder Reifen automatisch untauglich wird. Sonne, Hitze, Lagerung, lange Standzeiten, Fahrleistung und Pflege beeinflussen den Zustand. Prüfe deshalb Risse, poröse Stellen, Beulen, Fremdkörper und ungleichmäßigen Abrieb zusätzlich zum Profil.

Gebrauchte Reifen kritisch prüfen

Bei gebrauchten Reifen fehlen oft Informationen über Vornutzung und Lagerung. Ein scheinbar tiefes Profil ist keine vollständige Sicherheitszusage. Achte auf passende Dimension und Indizes, gleiche Bauart pro Achse und lass Zweifel fachlich bewerten.

Neue Reifen und DOT

Frage bei Bedarf vor Bestellung nach der DOT-Information, besonders wenn ein Angebot ungewöhnlich alt oder günstig wirkt. Entscheidend bleibt eine sachgerechte Lagerung und ein einwandfreier Zustand, nicht allein das Produktionsdatum.

Wo finde ich die DOT-Nummer?

Auf der Reifenflanke. Die Datumsangabe sind die letzten vier Ziffern der längeren DOT-Kennung.

Ist ein älterer Reifen immer schlecht?

Nein. Alter allein ist kein vollständiges Urteil. Profil, Schäden, Lagerung und Prüfung sind ebenso wichtig.

Einordnung: ADAC zum Reifenalter.